Club Estafette Suisse

Los geht’s! Oder wie ich mit neuem Gesicht die Schweizer Strassen unter die Räder genommen habe

Tour 1
Eine Aprilnacht am Vierwaldstättersee

Endlich geht’s los! Mein erster Ausflug in die Wildnis der Schweiz. Ich bin ein Renault Estafette Jahrgang 1975, frisch restauriert mit Campingausrüstung und gerne auch mal «süsse Knutschkugel» genannt.

Die Reise startet in Wettingen AG mit Michèle und Mario bei schönstem Wetter. Wir tuckern durchs Zürcher Oberland bis nach Rapperswil für einen Glacéstopp. Ich merke sofort, wie ich die gwundrigen Blicke auf mich ziehe und bei vielen ein riesiges Lächeln auf die Gesichter zaubere. Meine Fahrer mussten meinen Steckbrief sofort auswendig können, um den Bewunderern ihre Fragen beantworten zu können. Die Fahrt geht weiter über den Ibergeregg-Pass, den ich mit 35 km/h gut meistere. Die Sicht auf den Vierwaldstättersee ist atemberaubend.

Am Wasser entlang düsen wir bis zum Reussdelta in Seedorf und machen bei schönen Inseln und Feuerstellen einen Spaziergang. Um den Abend ausklingen zu lassen, finden wir in Weggis LU ein lauschiges Plätzchen am See. Meine Grill- und Kochausrüstung wird ausgiebig getestet. Mit der App Park4night finden wir ohne Probleme einen Parkplatz, wo wir über Nacht stehen bleiben dürfen.

Mit frisch gebrautem Kaffee und Spiegeleiern zmörgeln wir nochmals am See und machen uns dann wieder auf die Heimreise. Ich weiss, ich habe zwei Herzen erobert, die mich gerne wieder einmal ausführen. 🙂

 

 

Tour 2
Ein Tessinreisli anschliessend

Nach einem Tag umpacken holt Michèle ihre Kollegin in Lenzburg ab, um die nächste Reise zu starten. Sie führt über Luzern in das schöne Tessin. Wir folgen der Sonne und fahren durch alle herzigen Bergdörfchen. Kurz vor dem Gotthard wechseln wir dann doch kurz auf die Autobahn und fahren mit 70 km/h durch den Gotthardtunnel.

Ich bin ganz schön stolz, als wir ohne Probleme in Bellinzona angekommen sind. Glücklich und müde fahren die zwei das Bett aus und übernachten an einem idyllischen Fluss. Am nächsten Tag steht einen Städtetrip nach Locarno und Ascona an.

Am Abend finden wir wieder zum gleichen Parkplatz und grillieren wieder köstlich. Meine Decke ist so hoch, dass sogar ein Swing-Tanzkurs über Zoom in meinem Innenraum stattfinden kann!

Am Morgen wird dann erst einmal auf meiner Rückbank mit offener Heckklappe genüsslich Kaffee getrunken und gefrühstückt. Danach machen die zwei fleissig Yoga und geniessen die Sonne. Frisch gestärkt treten wird dann die sechsstündige Heimreise an. Die ersten 1000 km sind geschafft und an die «neue» Handschaltung hat sich Michèle nun bestimmt auch gewöhnt. 😉 Zuhause angekommen bin ich mir sicher, dass ich mit liebevoller Wartung von Dani ab jetzt für jedes Abenteuer gewappnet bin!

 

 

Wieder zuhause

Autorin: Michèle, 2021